Nachmittagsrunde Lissabon

Der Nachmittagsspaziergang mit Ziel Lidl für den Wochenendeinkauf 😜 führt uns vorbei am Kloster des Heiligen Vinzenz (Mosteiro de São Vicente de Fora) mit dem davorstehenden, gerade blühenden Judasbaum.

Dann geht es weiter Richtung Norden durch das Zentrum mit Straßen, auf denen noch die historischen Straßenbahnen verkehren.

In und an den Straßen sieht man viel Graffiti, mit Fliesen verzierte Fassaden und auch ruhig Eckchen, die zu einer kurzen Verschnaufpause in den steilen Straßen einladen.

Erste Eindrücke Lissabon

Wir laufen gleich mal an unserer Ferienwohnung für die nächsten 3 Tage vorbei, um zu sehen, wohin wir nachher unser großes Gepäck tragen müssen. Lissabon ist mit steilen schmalen Straßen gesegnet und da sind unnötige Wege mit 20kg auf dem Buckel zu vermeiden 😜

Ein paar Meter weiter befindet sich das sogenannte Pantheon.

Das Panteão Nacional in Lissabon befindet sich auf dem Campo de Santa Clara in Alfama und war ursprünglich die Kirche Igreja de Santa Engrácia, deren Bau 1681 begann. Fertiggestellt wurde es erst im 20. Jahrhundert, daher der Ausdruck „obras de Santa Engrácia“ für endlose Bauarbeiten. Also quasi das Lissabonner Gegenstück zu Stuttgart 21 😂. Das barocke Gebäude mit markanter Kuppel beherbergt die Gräber berühmter Portugiesen. Z.B. Vasco de Gama, dem portugiesischen Seefahrer, der 1498 als erster Europäer auf direktem Seeweg über das Kap der guten Hoffnung Indien erreichte und damit eine neue Handelsroute zwischen Europa und Asien begründete.

Außerdem hat man eine prachtvolle Kuppelgalerie …

… und wechselnde Sonderausstellungen. Der Eintritt beträgt 10€.

Von der Außenterrasse hat man weite Blicke über Alfama und den Tejo.

Nach dem Besuch des Pantheon stärken wir uns in Außenbereich einer kleinen Bar mit einem Tagesmenü: Alheira (frittierte Wurst/Bratling aus Geflügel und anderen Fleischsorten) serviert als paniertes und frittiertes Stück mit einem Spiegelei obenauf — also „Alheira com ovo“.

Auf dem Foto sieht man dazu Reis und Salat. Wasser und zum Schluss ein Espresso gehörten auch noch dazu. Sehr lecker 👍

Shaun und Elfie on Tour

Nach einem sehr frühen und abenteuerlichen Auftakt mit dem Stuttgarter VVS, starten wir fast pünktlich vom Stuttgarter Flughafen nach Lissabon.

Der Eurowings-Flieger ist sehr eng bestuhlt und auch sonst ist alles auf Sparkurs gebürstet. Mittlerweile muß man auch für größere Handgepäckstücke extra bezahlen. Nur noch sehr kleine Rucksäcke und kleine Handtaschen sind kostenfrei. Auch bei mehr als einem kleinen Handgepäck (bspw. Handtasche + Laptoptasche) ist das 2. Teil kostenpflichtig… Aber wenigstens mussten wir keinen Stehplatz nehmen 😂
Ebenso düster schaut es mit der Verpflegung an Bord aus. Bekam man vor 2-3 Jahren selbst bei Inlandsflügen wenigstens noch ein Wasser und ein paar Kräcker, so gibt es jetzt bei einem 3h-Flug in eine andere Zeitzone gar nichts mehr. Irgendwie traurig. Aber überpünktlich ging es dann zum Landeanflug auf Lissabon.

Vom Flughafen nehmen wir für 8€ ein Uber zum zentral gelegenen Bahnhof Santa Apolonia, von dem unsere Wohnung, die wir aber erst am Nachmittag beziehen können, nur wenige Gehminuten entfernt ist. Dort schließen wir das große Gepäck ein und starten zu einem ersten Streifzug durch die Stadt.

Portugaltour 2026

In einer Woche geht es los.
Wir wollen den beginnenden Frühling nutzen, und uns in einer 2wöchigen Rundreise Lissabon, Porto und die Insel Madeira anschauen.
Das wunderschöne Dourotal mit der Stadt Porto an der Mündung des Douro am Atlantik und die Blumeninsel Madeira kenne ich schon etwas. Lissabon, die Hauptstadt Portugals, habe ich bisher noch nicht erkundet.
So sind wir schon sehr gespannt, Neues zu entdecken und Bekanntes wieder zu genießen.
Die Strecken Stuttgart – Lissabon, Porto – Funchal (Madeira) und Funchal – Stuttgart werden wir mit Flügen meistern.
Für die Fahrt Lissabon – Porto, die Erkundung des Dourotals und auf Madeira haben wir jeweils einen Mietwagen reserviert.

Resümee Costa Rica

Nachdem ich seit Mittwoch Abend wieder zu Hause bin, hier nun ein paar Gedanken zu Costa Rica.

Dieses kleine Land, die „Schweiz Zentralamerikas“, gelegen zwischen 2 Ozeanen, auf der Schmalstelle zwischen Nord- und Südamerika, haut einen Mitteleuropäer vom Hocker.

An Landschaften werden geboten:
Karibik im Osten und Pazifik im Westen, heiße Strände mit erfrischenden Winden, tropische Regenwälder und eher kühle Nebelwälder, angenehm temperierte Hochebenen wie das Zentraltal um die Hauptstadt San José oder die Höhenlagen um Monteverde, vulkanisch geprägte Landschaften mit zahlreichen aktiven Vulkanen und heißen Quellen, ein deltaähnliches Gebiet mit Flüssen und Kanälen im Norden um Tortuguero, touristisch stark frequentierte Gebiete wie bspw. La Fortuna am Vulkan Arenal, ebenso wie ruhige Lodges abseits größerer Städte.
Zu jedem dieser Landschaftstypen gibt es wiederum auch sehr schöne Nationalparks (mehr als ein Viertel der Landesfläche stehen unter Naturschutz).

Ebenso vielfältig ist die Tierwelt.
Allein in den 2 Wochen auf touristischen Pfaden habe ich gesehen: Faultiere, Affen (Kapuziner-, Brüll- u.a. Affen), bunte Krabben, Kaimane, riesige Krokodile, Schildkröten, Nagetiere wie Goldagutis, wunderschöne, teils sehr große, Schmetterlinge, Schlangen, Geckos, Leguane, Basilisken, bizarre Insekten der Nacht, elegante Spinnen 😁, verschiedenste Ameisen wie Blattschneider- und Tucandeira-Ameise…
Und natürlich Vögel in allen Größen, Farben und Formen: vom winzigen Kolibri über Kahnschnabel, verschiedenste Reiherarten, Aras, Tukane, Fischadler, Eisvögel und unzählige weitere, deren Namen ich nicht kenne und die ich auch nicht recherchiert habe… Sicherlich ein Paradies für Ornithologen.

Costa Rica ist kein günstiges Reiseland (hatte ich ja an anderer Stelle auch schon geschrieben). Das Preisniveau für Lebensmittel, Unterkünfte usw. ist in etwa wie in Deutschland oder höher. Manche Produkte, die in Costa Rica produziert werden, sind seltsamerweise sehr viel teurer als in Deutschland, bspw. Kaffee und Schokolade.
Trotzdem finde ich, dass Costa Rica unbedingt eine Reise, aufgrund der beschriebenen Flora und Fauna, wert ist. Außerdem ist es ein sehr sicheres Reiseland mit einer sehr guten Infrastruktur inkl. medizinischer Versorgung.
Und eines der wenigen Länder, wo man bedenkenlos Leitungswasser trinken kann (dazu zählt auch Dtl., aber das ist eben die Ausnahme, das sollte man sich ab und zu mal klar machen 😉).

Reisedauer: eine Woche, wie manche Reisen angeboten werden, finde ich viel zu kurz und schade um die relativ langen Flugzeiten. Ich denke, zwei Wochen sind das Minimum. Je länger, desto besser 🙂. Wer genügend Zeit hat, kann Costa Rica vlt. auch mit Panama, Nicaragua oder einem der Karibikstaaten kombinieren.
Bspw. mit Kuba, falls man nicht vor hat, in diesem Leben noch einmal in die USA einzureisen 😜

Weitere Gedanken zu Costa Rica: siehe auch die zurückliegenden Blogeinträge ‚Interessante Fakten‘ und ‚Halbzeitresümee‘.

Ich hoffe, ich konnte euch etwas Reiselust auf dieses schöne und vielfältige Land machen.

Zum Flughafen

Nach meiner letzten Ceviche hier in der Markthalle von San José…

… nehme ich wieder ein Uber zurück ins Hotel, packe die Wintersachen griffbereit in den Rucksack 😜 und werde kurz nach 4 zum Flughafen abgeholt. 20:30 geht es dann erst nach Amsterdam und morgen, nach zweieinhalb Stunden Aufenthalt, weiter nach Stuttgart.

Goldmuseum

Gegen Mittag bin ich wieder am Museo de Oro Precolombino . Der Eintritt kostet 8400 Colón, ca. 15 €. Das Museum ist schön gestaltet, nicht mit Besuchern überlaufen und auch nicht mit Exponaten überfrachtet. Die Informationen sind in Spanisch und Englisch. Es geht hier um die Besiedlung im Gebiet des heutigen Costa Rica, das Leben der indigenen Völker, Metallurgie, Keramiken und Schmuckherstellung aus Jade, Kupfer und Gold.

Namensgebend für die, umgangssprachlich Goldmuseum genannte, Ausstellung, sind die vielen Objekte aus Gold.

Ein Nugget von 2,3kg 😁 :

Dieser Teil der Ausstellung befindet sich im untersten Geschoss.

Eine Etage höher geht es weiter mit indigenen Völkern, Schwerpunkt Musikinstrumente, sowie einer temporären Ausstellung zum Thema Migration in der Welt.

Im Erdgeschoss darüber befindet sich eine Ausstellung von Münzen und zur Geschichte des Geldes.
Eine Gelddruckmaschine – im wahrsten Sinne des Wortes 🙂

Natürlich Made in Germany 😁

Auch so können Münzen aussehen:

In der zweiten Hälfte des 19 Jh. kursierten in Costa Rica auch lokale, private Münzen der großen Kaffeeplantagenbesitzer, sogenannte Boletos. Damit verdienten die Plantanzbesitzer doppelt, denn die Boletos konnten meist nur in den Geschäften der Plantage verwendet werden.Diese Münzen wurden später als Zahlungsmittel verboten. Heute werden Boletos noch zum Zählen der eingebrachten Körbe der Pflücker verwendet.

Insgesamt eine lohnenswerte Ausstellung. Für den Besuch sollte man 1 bis 2 Stunden einplanen, je nachdem, wie intensiv man die Exponate anschauen und die Informationen dazu lesen möchte.

San José Zentrum

Heute gebe ich mir noch einmal ein zeitiges Frühstück, denn ich möchte den allerletzten Tag hier in San José, der Hauptstadt Costa Ricas, voll ausnutzen.
Ich nehme ein Uber ins Stadtzentrum (3$) und fahre bis zum zentral gelegenen Plaza de la Cultura, an dem sich auch das Nationaltheater befindet.

Gleich um die Ecke ist auch das Museo de Oro Precolombino (Goldmuseum). Das sollte eigentlich geöffnet sein, hat aber wegen einer Mitarbeiterversammlung bis 10 Uhr geschlossen. 😁 Bis jetzt, Viertel nach 10, tut sich noch nichts am Eingang.

Ich laufe erst mal weiter zur Kathedrale, mit vollem Name „Metropolitan Cathedral of St. Joseph of Costa Rica“.

Die Kirche hat sehr schöne Rundbogenfenster …

… und eine Kuppel mit dahinterliegender Halbkuppel über dem Altar.

Gegen halb 11 finden sich viele Menschen zu einem Gebet ein. Ein kurzes Stück des Gebetes wird von einer Frauenstimme per Lautsprecher vorgesprochen und die Betenden wiederholen dann den Satz. Ich sehe, bis auf eine Ausnahme, keine jungen Leute und überwiegend Frauen. Das Gebet ist sehr lang, ca. 30 Minuten.

Ich schlendere weiter durch das Zentrum…

… bis zum Mercado Central, der Markthalle.

Drinnen schaue ich mich etwas um und checke schon mal einen Stand für das spätere Mittagessen aus.
Dann laufe ich zurück Richtung Goldmuseum.




Rückfahrt San José

Heute beginnt meine nahezu 3tägige Rückreise.
Wir verlassen Tortuguero 8:40 Uhr mit dem Boot und kommen gegen 10:00 Uhr in Caño Blanco an, wo wir vom Boot in einen Reisebus wechseln.

Zum Mittagessen sind wir 12:30 in El Ceibo, im Restaurant, in dem wir vor 3 Tagen, auf der Fahrt nach Tortuguero, auch gehalten und gefrühstückt haben. Dieser Ort ist ein großer Touristen-Umschlagplatz. Je nach Ziel werden die Touris auf andere Busse und PKW verteilt. Hier löst sich dann auch unsere kleine Reisegruppe weitgehend auf. Fünf unserer Gruppe und unser Reiseleiter fahren in einem großen Reisebus weiter nach San José. Andere haben noch ein paar Tage Strandurlaub angehängt.
Gegen 15 Uhr komme ich im Hotel Palma Real an. Das Hotel kenne ich schon von der Anreise. Hier werde ich die letzte Nacht in Costa Rica verbringen, bevor morgen Abend mein Rückflug geht.
Morgen würde ich gern den Tag im Stadtzentrum verbringen und mich dann noch im Hotel umziehen, bevor ich am Nachmittag für den Flughafentransfer abgeholt werde. Für einen Check-out morgen 16:30 möchte man allerdings 50 USD extra haben. Da verzichte ich dann doch und investiere das Geld lieber in ein paar Eintrittsgelder morgen oder in ein Abendessen heute 🙂
Auf Google Maps konnte ich eine Parkanlage mit einer großen Teichanlage südlich meines Hotels erkennen.

Nach dem Check-in also auf zur Parkerkundung. Am östlichen Rand befindet sich dieses schöne Gebäude des Kunstmuseums:

Und dann eröffnet sich mir der Blick auf die sehnsüchtig erwartete Teichanlage:

… mit beeindruckenden Wasserspielen:


OK, dann bin ich wohl der Zweite, der übers Wasser wandeln kann …


… ach nein, der Dritte, wenn man die Basilisken mitzählt, die ja auch über das Wasser laufen können.

Aber früher scheint es hier reichlich Wasser gegeben zu haben.
Skelett eines gestrandeten Wals:

An der Westseite des Parks befindet sich das Nationalstadion von Costa Rica (links Stadion, rechts Hilton)

Jetzt gönne ich mir noch ein letztes Abendessen in Costa Rica und löse später meinen Willkommens-Cocktail an der Hotelbar ein. Und das war es dann für heute 🙂🇨🇷

Bootstour #2

Nach dem Mittagessen starten wir zusammen mit einer anderen Gruppe und einem etwas größeren Boot zu einer weiteren Tour durch die Seitenarme und Kanäle des Flusses.
Wir sehen:
Aras:

Schlangenhalsvogel:

Einen weiteren Smaragdbasilisk:

Viele Leguane:

Kaimane:

Nacktkehlreiher:

Fischadler:

Und – schon etwas seltener: einen Grünen Amazonas Eisvogel (Amazonasfischer):

Die Rückfahrt am Nachmittag durch die Kanäle im Gegenlicht ist mystisch.