Unverhofft…

… kommt oft. Unscheinbar ist es, dieses Cafè. Da fährt man doch glatt dran vorbei, oder?

Aber da ich zu Fuß unterwegs bin, fällt mir folgendes auf: richtiges Brot!

Da muss ich natürlich rein! Ich komme mit der jungen thailändischen Besitzerin ins Gespräch darüber, wie sie auf die Idee kommt, solche Brote und Baguettes zu backen… Man könnte annehmen, ihr Mann sei ein deutscher Bäcker. Aber weit gefehlt. Ihr Mann ist Engländer und das Backen hat sie sich selbst beigebracht. Sie hat sich auch schon an Brezeln versucht. Jedenfalls führt das lange Gespräch über Gott und die Welt, ihr Baby, ihren Mann, ihr Geschäft usw. usf. erst dazu: …

… und später noch dazu:

Das Baguette war der Hammer: Schinken, Käse, Spiegelei, Zwiebeln, Salat, Tomate…Damit haben sich meine Pläne fürs Abendessen gleich mal erledigt. Essen gibts erst morgen wieder 😂 Dann schaut noch ihr Mann vorbei. Aber nicht etwa ein Herr in den Siebzigern, wie man jetzt vlt. etwas voreingenommen erwartet hätte. Nein, ein netter junger Kerl um die 30.

Jedenfalls war es ein unverhofft unterhaltsamer und leckerer Spätnachmittag bei den beiden.

Relaxing

Am Nachmittag düse ich noch etwas durch die Mitte und den Südwesten der Insel. Ich komme am MUSIKA vorbei, einer Bar, die samstags geöffnet hat und wo wohl nur Techno gespielt wird. Aber man kann ja am Samstag mal von der gegenüberliegenden Boatsbar „reinhören“. Scheinbar reichen die Einnahmen vom Samstag, um den Rest der Woche nix zu machen 😁 Das muss ich mir übermorgen mal anschauen. Und ein schönes Areal ist es sowieso:

Weiter gehts zum Südende des Longbeach auf der Westseite der Insel. Das ist auch ein nettes Fleckchen mit sehr hohen (und alten?) Bäumen.

An einer Gummibaumplantage halte ich kurz und begutachte die Ernte.

Nach dem vielen Rollerfahren tue ich meinem Rücken und mir etwas Gutes und gönne uns eine Thai-Öl-Massage bei Nid Noi.

Hier auf der Insel sind die Pflanzen alle einfach etwas größer.

Morgenspaziergang

Nachdem ich mir in der Google Maps Satellitenansicht die nach Osten ins Meer hinausragende Landspitze angeschaut habe…

… und diese Mauer (die gerade Linie im Screenshot rechts oben) erkunden möchte, dachte ich, das wäre doch ein guter Platz, um den Sonnenaufgang zu erleben. Nach WetterOnline sollte der Sonnenaufgang 6:48 sein. Also heute im „Morgengrauen“ (irgendwie passt dieses Wort nicht hierher nach Thailand finde ich) los. Niedrigwasser sollte 8:42 Uhr und damit ein Durchkommen möglich sein.

Nachdem der erste Steineparcours gemeistert ist, geht es auf die Mauer.

Hier sollte wohl ursprünglich Landgewinnung betrieben werden.

Weiter geht es vor zur Spitze der kleinen Halbinsel. Zum Sonnenaufgang komme ich wohl zu spät.

Später sehe ich im Tidenkalender, dass dort der Sonnenaufgang mit 6:18 angegeben ist. Woher die halbe Stunde Unterschied kommt, weiß ich nicht. Jedenfalls muss ich wohl eher aufbrechen, falls ich es noch einmal versuchen will. Allerdings ist morgen erst 9:46 Ebbe. Da muss ich schauen, ob ich da gegen 6 Uhr schon durchkomme. Denn das Laufen über die vom ablaufenden Wasser glitschigen Felsen ist nicht ganz ohne.

Aber jetzt erst einmal den Rückweg antreten. Dies hier scheint ein bei den Affen beliebter Platz zu sein, um Kokosnüsse aufzuschlagen. Aber gerade sind sie wohl anderweitig beschäftigt.

Mangroven versuchen hier auch Fuß zu fassen.

Endspurt, der Bungalow ist schon in Sicht. Jetzt bloß keinen Fehltritt mehr.

Geschafft. Zurück bei der Affenplage 🤪

Kajaktour

Heute Nachmittag nehmen wir (mein Bungalownachbar Dieter, dessen Freundin und ich) noch einmal Anlauf für eine Paddeltour durch eine Bucht bzw. Kanal mit Mangroven. Das Tidenhoch ist heute 15:15. Da wir die Kajaks 1h mieten wollen, starten wir 14:45 am Bootsverleih und wollen 15:15 umkehren. So müssen wir nicht gegen die Strömung paddeln.

Der Mangrovenwald liegt an einem ins Landesinnere führenden Kanal, der immer enger wird.

Nach einer halben Stunde haben wir das für uns befahrbare Ende des Kanals erreicht und kehren um.

Unterwegs sehen wir Affen und diverse (Greif-) Vögel…

… und sind pünktlich nach einer Stunde zurück. Man kann auch etwas mehr Zeit dort verbringen um bspw. ein paar Seitenarme zu erkunden, sich gemütlich durch den Kanal treiben lassen oder ein Stück in die Meeresbucht hinauszufahren. Für uns hat eine Stunde gut gepasst.

Auf dem Heimweg fahren wir noch am Saithong Restaurant in der Buffalo Bay vorbei.

Nachdem wir gestern im Seaview Restaurant eine super Duck Noodle Soup und leckeren Coconut Shake hatten, lautet die heutige Empfehlung der sich Auskennenden: Seafood Salad und Cockonut Shake im Saithong. Und ich sage euch: es war absolute Spitze! Tipp: Reis dazu bestellen, damit auch alles von der Salatsauce aufgesaugt und im Magen platziert werden kann (OK, auslöffeln geht auch). Außerdem ist das dort ein schöner Platz, um einen Sonnenuntergang zu genießen. Allerdings soll es dann dort um diese Zeit viele Fliegen und Moskitos geben.

Rollertankstelle

Tanken kann man auf der Insel entweder am Tankautomat oder man kauft das Benzin 0,7-Liter-weise auf Flaschen gezogen am Straßenrand. Der Sprit ist hier deutlich teurer, als auf dem Festland oder auch auf Ko Lanta (35-40 Baht, knapp über 1€). Der Automat möchte 55 Baht/Liter, für die 0,7l-Flaschen werden 45 Baht verlangt. Ich probiere heute die Variante Tankautomat. Dieser will aber meinen ganz ordentlich aussehenden 100 Baht Schein partout nicht akzeptieren, egal in welcher der 4 Einzugsrichtungen ich ihn anbiete. Glücklicherweise habe ich noch 3 sehr gut aussehende 20 Baht Scheine. Diese frisst er alle und ich kann wenigstens reichlich einen Liter tanken. Das reicht wieder für ca. 50 km, denn die Roller sind sehr sparsam.

Und etwas anderes ist mir noch an den Rollern aufgefallen: die dicken kleinen Reifen kommen mit sandigen Wegen sehr gut klar. Eigentlich sind ja schmale Reifen mit möglichst großem Raddurchmesser gut für Sand (siehe 21″ Enduro-Vorderräder), aber der Gewichtsvorteil der Roller macht den Nachteil der Bereifung wohl mehr als wett. Jedenfalls habe ich schnell das Ob-das-wohl-gutgeht Gefühl vor sandigen Abschnitten der Wege hier beiseite schieben können.

Bei den Buddhas

Die zwei nebeneinander stehenden Buddhas auf Ko Phayam befinden sich im Wat Koh Phayam, einem Tempel, der sich in einer ruhigen Umgebung nahe dem Pier der Insel befindet. Der große goldene Buddha thront am Ende einer Naga-Treppe und wird von mehreren kleineren Buddha-Statuen umgeben.

Der zweite weiße Buddha rechts neben dem goldenen Buddha auf Ko Phayam ist eine Statue, die oft als Siddhartha Gautama, der historische Buddha, interpretiert wird. Diese Statue symbolisiert die Lehren des Buddhismus und dient als Ort der Meditation und Reflexion für die Besucher. Sie ergänzt die große goldene Statue und repräsentiert die spirituelle Verbindung und das Streben nach Erleuchtung, was für den Tempel und die Umgebung von großer Bedeutung ist…

Quelle des gesamten Textes bis hier : KI (Perplexity), also mit Vorsicht zu genießen 😉 Die Bilder sind alle von mir. Ebenso der jetzt noch folgende Text.

Auf dem Pier des Klosters befindet sich auch noch ein kleiner Tempel:

Innen allerdings recht unspektakulär:

Diese Bäume mögen wohl das Salzwasser. Und da ist der Fluthöchststand noch lange nicht erreicht:

Affen

Wir haben hier (wie überall auf der Insel) eine Affenplage.

Zu Dutzenden jagen die Quälgeister über die Blechdächer (sehr erquickend in der Morgendämmerung) und verwüsten die Terrassen, klauen Essbares, werfen Tische und Stühle um, reißen Sichtschutztücher herunter, kacken alles voll und schleppen viel Unrat auf die Terrassen. Die Langzeitmieter haben sich mit Steinschleudern bewaffnet, können aber natürlich auch nicht 24h ihre Terrassen bewachen. Heute morgen brachte ein älterer großer Affe eine Kokosnuss zu meinem Bungalow. Der ist aber nett, dachte ich. Aber er wollte sie mir nicht schenken, sondern versuchen, sie auf dem Betonabsatz vor meiner Treppe aufzuschlagen😂

Geburtstagsparty

Abends ist mein Bekannter und dessen Freundin auf eine Party eines befreundeten Restaurantbesitzers eingeladen. Dessen Tochter feiert ihren 18. Geburtstag und alle Freunde sind zum Essen eingeladen, Getränke zahlt jeder selbst. Dass ich da einfach so mitkommen kann, lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Es gibt ein sehr leckeres Massaman Curry mit Rind (anstatt Huhn), Reis, Kartoffeln und Süßkartoffeln als Hauptgericht und natürlich jede Menge Salate, Gemüse, Obst, Pizza… Das Curry ist mittelscharf (wahrscheinlich mit Rücksicht auf die europäischen Gäste) und die entsprechenden Sößchen zum Nachwürzen gibt es in extra Schüsseln😁

Und natürlich gibt es Musik, frisch gezapftes Bier und gute Stimmung. Die meisten der Gäste kennen sich, da sie schon jahrelang auf die Insel kommen. Es wird sich auch viel über die verschiedenen Resorts und Bungalowpreise ausgelassen. Manche schwelgen noch in (jahrzehntealten?) Erinnerungen, als die Tagesmiete noch bei 300 Baht (8 Euro) lag, andere finden es „ganz OK“, dass sie heute 3500 Baht (100 Euro) zahlen – Tagessatz bei Langzeitmiete wohlgemerkt. Da verwundert es natürlich nicht, dass die Preise in den Tourigebieten, vor allem auf den Inseln, in den letzten Jahren explodiert sind. Wenn die Gäste trotzdem kommen, warum sollte man sich da mit weniger zufrieden geben? Mal schauen, wie lange diese Strategie gut geht. Jedenfalls bin ich da mit meinem Bungalow für 1000 Baht (30 Euro) noch gut bedient.