Fahrt nach Chiang Rai

Heute, am Mittwoch den 8.1.2025, ist 6 Uhr Aufstehen angesagt😱, denn um 7 Uhr ist Abfahrt des Minibusses von Pai nach Chiang Rai via Chiang Mai.

Vom auf ca. 500m hoch gelegenen Pai geht es erst einmal wieder die kurvenreiche Straße nach Südosten über einen fast 1400m hohen Pass.

GPS-Tools:

Gegen 10:30 kommen wir in Chiang Mai an und nach einer halben Stunde geht es dann in einem anderen Minibus weiter nach Nordosten Richtung Chiang Rai.

Ca. 30km südlich vom Ziel machen wir einen 30minütigen Stop am Wat Rong Khun. Das reicht uns, um diesen beeindruckenden weißen Tempel anzuschauen, der privat finanziert wird und immer noch im Bau ist. Im Jahr 2070 soll er voraussichtlich fertig werden.

Darstellung der Hölle :

Gegen 14:30, nach 300km Fahrt, werden wir dann alle am Busbahnhof abgesetzt. Da uns eine knappe halbe Stunde Fußmarsch mit den 4 Rucksäcken (je ein großer auf dem Rücken und der Tagesrucksack vorn) etwas zu mühsam ist, teste ich inDrive, das thailändische Uber, bei dem ich mich vor ein paar Tagen registriert habe. Das klappt problemlos. Ein Fahrer ist in der Nähe und die App zeigt auch gleich den Fahrpreis von 45 Baht (1,30€) für die 2km an. Kurz darauf ist der Fahrer da und 5 Minuten später sind wir im Hotel. Chiang Rai ist deutlich günstiger als das hippe Pai. Hier zahlen wir für ein richtiges Hotelzimmer inkl. Frühstück 120€ für 5 Nächte. Einen kleinen Pool hat das zentral gelegene Hotel auch.

Am späten Nachmittag ist dann Umgebungserkundung und Abendessen auf dem Food Court am Nachtbasar angesagt.

Clock Tower:

Wat Ming Muang:

Nam Lod Cave

Für die ca. 50km Fahrt Richtung Norden zur Nam Lod Cave entscheiden wir uns noch einmal für den Roten Blitz. Die Fahrt dahin führt über eine traumhafte, sehr kurvenreiche Motorradstrecke.

Da hat unser 125er Roller mit geschätzt 8 bis 10 PS nach mancher Spitzkehre schon sehr zu kämpfen. Aber er schlägt sich tapfer und meistert auch den auf halber Strecke liegenden Pass mit 1423 Höhenmetern.

Das Höhlensystem der Nam Lod Cave besteht aus 3 für Besucher zugänglichen Höhlen. Der Eintritt beträgt 300 Baht inkl. Bootsfahrt und einer Führerin.

Die erste Höhle ist gut für jedermann begehbar. Die Erklärung der Führerin zu den einzelnen Gebilden besteht meist aus „This looks like…“ Das ist dann mit mehr oder weniger Fantasie nachzuvollziehen oder auch nicht 🙂

Krokodil:

Zur zweiten Höhle gelangt man auf einer steilen, schmalen, in die Höhe führenden Holztreppe. Da oben ist es sehr warm und – wie wir hinterher erfahren – ist dort wohl auch der Sauerstoffgehalt geringer als normal. Also schon etwas anspruchsvoller.

Weiter geht es dann per Bambusboot.

Im Wasser sieht man sehr viele karpfenartige Fische.

In der Höhe hört man die Fledermäuse, die es hier in sehr großer Menge gibt. Am Ende der Fahrt findet sich ein sehr schöner Höhlenausgang an einem Wasserfall.

Von dort gelangt man wiederum über eine Holztreppe zur dritten Höhle.

Zurück zur Haupthöhle geht es dann auch wieder per Boot.

Insgesamt dauert die Führung ca. 1 Stunde, wenn man alle drei Höhlen anschaut. Ich fand die Tour sehr schön und auf jeden Fall die 300 Baht wert.

Der Rote Blitz

Heute sind wir mit dem Roten Blitz unterwegs – einem 125er Roller für 200 Baht (6€) Tagesmiete.


Unser erster Stop: Muang Rae Hotsprings – heiße Quellen und ein kleiner Geysir 23km südlich von Pai am Fluss Pai.

Der findige und sehr nette Verkäufer mit seinem Stand direkt daneben bietet geflochtene Körbchen mit Eiern an, die man im heißen Wasser (ca. 70-80 Grad) kochen kann. Das müssen wir natürlich ausprobieren.

Die Kochanleitung liefert er gleich mit:

Später bringt er uns noch einfach so eine Tüte mit Papayas.

Die Eier sind fertig und wir nehmen sie als Snack mit.

Nächster Stopp: Muang Paeng Hotsprings

Auf diesem sehr schönen Gelände sind deutlich mehr Touris unterwegs.

Aber Shaun und Elfi finden es Klasse.

Weiter gehts nach Nordwesten. Papaya-Plantage unterwegs:

Am ehemaligen Landsplit (aufgebroche Erdspalte) gibt es noch ein sehr schönes Café an einem Teich, aber die Erdspalte selbst kann nicht mehr besichtigt werden.

Der auf unserer Route liegende Pam Bok Wasserfall ist wenig spektakulär. Die noch etwas weiter westlich liegende Ko Khu So Bamboo Bridge wiederum ist sehr schön und liegt im scharfen Licht des Spätnachmittags.

Wir begnügen und jedoch mit einem Blick aus der Ferne, denn wir wollen zum Sonnenuntergang am Pai Canyon sein. Die schmalen Grate, auf denen man dort entlanglaufen darf, sind wirklich spektakulär und nichts für Menschen mit Höhenangst. Es ist erstaunlich, dass man das Gelände einfach so auf eigene Faust erkunden darf, denn ein Fehltritt oder eine abbrechende Kante kann hier tödliche Folgen haben. Hier ein paar Eindrücke von dieser außergewöhnlichen Location:

Insgesamt ein toller Tag und viel Spaß gehabt auf einer ca. 100km langen Runde mit dem Roten Blitz 😁

Mae Yen Wasserfall

Der Weg zum Mae Yen Wasserfall ist ein wunderschöner Pfad durch den Wald mit dutzenden Flussüberquerungen. Wenn man nicht ständig die Schuhe an- und ausziehen möchte, sind wasserfeste Wanderschuhe oder Trekkingsandalen dringend angeraten. Der Weg an sich ist nicht schwierig zu laufen, erfordert aber, vor allem eben wegen der vielen Flussquerungen, ständige Konzentration und Aufmerksamkeit. Für die einfache Strecke benötigt man vom Ortsrand (bspw. Longneck Village oder dem etwas weiter flussaufwärts gelegenen Rollerparkplatz am Ende des fahrbaren Weges) 2,5 bis 4 Stunden – stark abhängig von Anzahl der Fotostopps und Beobachtung von Flora und Fauna. Wir sind nach ca. Dreiviertel der Strecke (2,5 Stunden) umgekehrt und nicht bis zum Wasserfall gelaufen, um nach den 2×6,5km sicher im Hellen wieder in Pai anzukommen. Somit kamen wir auf diesem Weg auf einen Schnitt von 2,6km/h. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs:

Pai Tour

Unsere Unterkunft umfasst 8 Bungalows.

Gleich dahinter beginnen die Reisfelder.

Ungewöhnlich für einfache thailändische Unterkünfte: hier gehört sogar das Frühstück dazu.

Neben Instant-Kaffee, Marmelade, Toastbrot usw. gibt es auch ein Omelett und viel frisches Obst (Mango, Papaya, Avocado, Bananen). So können wir gestärkt unsere Erkundungstour starten. Unterwegs kommen wir an Tamarindenbäumen …

und thailändischen Schilderwäldern vorbei.

Ein Stück nördlich gibt es den Wat Si Don Chai Tempel. Außer einer Inderin? mit Privatführerin sind wir die einzigen Besucher. Der Tempel scheint vollständig aus Holz zu bestehen und ist sehr schön.

Weiter geht es flussabwärts wieder Richtung Süden. Wir beobachten, wie man Kies aus dem Flussbett holt…

… sehen junge Papayabäume, die schon große Früchte tragen…

… und genießen einfach die Flusslandschaft.

Von Hand bewirtschaftete Reisfelder:

Mopedtankstelle:

Abends auf dem Weg zum Großen Buddha. 550 Stufen sind zu erklimmen.

Ich finde es absolut beeindruckend, welche Aufnahmen mit heutigen Handykameras im vollen Gegenlicht möglich sind:

Sonnenuntergang am Großen Buddha:

Pai

Für heute, Freitag den 3.1.2025, haben wir Plätze in einem Minibus (je 350 Baht – 10€…) nach Pai, unserer nächsten Reisestation, gebucht. Wir werden als erste vom Hotel abgeholt. Das hat den Vorteil der Platzwahl im Minibus, aber den Nachteil, dass wir noch eine ganze Weile damit verbringen, die restlichen Fahrgäste aufzusammeln.

Obwohl nur 70km Luftlinie bis Pai, sind es auf der kurvigen Straße 135km nach Nordwesten.

Für die angeblich 762 Kurven braucht man mindestens 3 Stunden. Nichts für Leute mit schwachem Magen. Mich hat die Strecke etwas an Korsika erinnert: ein Traum für Motorradfahrer, aber abends willst du keine Kurve mehr sehen 😂

Nach einem Zwischenstopp in den Bergen sind wir gegen 16:30 in Pai. Der drop off ist nur 600m von unserer Unterkunft entfernt und so können wir das letzte Stück trotz schwerer Rucksäcke laufen.

Der Bungalow ist sehr basic, aber sauber und in perfekter Entfernung zum Zentrum/Walking Street: nah genug, um schnell dort zu sein und weit genug, um die Musik fast nicht mehr zu hören.

Abends ist dann natürlich Fress-/Einkaufsmeile (oder Walking Street wie es hier immer heißt) angesagt. Das früher wohl verschlafene Bergdörfchen Pai hat sich über die letzten Jahre zum Hotspot für Aussteiger, Naturfreunde und Hippies entwickelt. Entsprechend interessant ist die bunte Mischung an Reisenden hier.

Erster kulinarischer Stop: Pag Jog. Noch nie gehört.

Und was da drin ist, wollte er uns auch nicht verraten.

Aber laut Indernett kommt das Gericht wohl aus Richtung Laos und beinhaltet Bananen, Pilze, diverse Gewürze und Nüsse.

Ziemlich lecker. Sollte man auf alle Fälle mal probiert haben.

Im Laufe des Abends kamen noch einige Verkostungen fester und flüssiger Nahrung hinzu und wir konnten auch unseren Vorrat an frischen Physalis auffüllen.

Doi Suthep

Der zur Daen-Lao-Bergkette gehörende Doi Suthep ist ein 1676m hoher Berg westlich von Chiang Mai. Oft wird der Name auch synonym für den gleichnamigen Nationalpark oder den Tempel Wat Phra That Doi Suthep verwendet.

Wir haben den Tipp bekommen, zuerst mit einem Songthaew (gesprochen ‚Songtau‘) bis zum Zoo zu fahren (50 Baht) und dort in ein anderes Songthaew umzusteigen (50 Baht), welches als Shuttle fungiert und die Besucher hoch auf den Doi Suthep karrt. Das hat auch prima funktioniert und so sind wir am späten Vormittag oben, nehmen erst einmal einen Kaffee und schauen uns die Schlange von Songthaews an. Es sind die roten Pickups, die hinten die Sitzgelegenheiten haben.

Dann geht es einige Stufen hoch zum Tempel Wat Phra That Doi Suthep.

Ausländer müssen Eintritt bezahlen, allerdings nur 30 Baht (80 Cent). Dafür gibt es dann einen Traum in Gold:

Auch können wir Mönche bei diversen Segnungszeremonien beobachten:

Vom Berg hat man auch einen guten Blick (zumindest wenn es nicht so diesig ist wie heute) auf Chiang Mai und dem praktisch in der Stadt liegenden Flughafen.

Zurück zur Stadt nehmen wir Wanderwege durch den Wald.

Diese führen uns u.a. an bizarren Bäumen…

… Wasserfällen…

… und noch einem weiteren sehr schönen Tempel vorbei.

Die letzten Kilometer durch die Stadt nehmen wir dann wieder ein Songthaew.

Am diesem letzten Abend in Chiang Mai belohnen wir uns für die heutige Leistung mit einer Seafoodplatte.

Flora Rajapruek

Der Royal Park Rajapruek ist ein 80ha großes Parkgelände mit den verschiedensten Pflanzen aus allen Ecken der Welt.

Besonders schön: Shaded Paradies (überdachter/beschatteter Urwald…

… das Kakteenhaus (Erdmännchenhausen lässt grüßen),

… und das Orchideenhaus .

Auch der Royal Pavillon ist sehr schön.

Und es gab auch wieder eine kulinarische Überraschung:

Hmmm😊

Silvesterfeier

Den Silvesterabend beginnen wir mit einem kulinarischen Gelage an einer Auswahl der gefühlt tausend Essensstände rund um und auf der Partymeile: Sushi, Törtchen, Black Ginger Wine, eine Auswahl an Seafood Spießchen, frisch gepressten O-Saft, Gyoza (gefüllte Teigtaschen), Reis mit Knoblauchhühnchen, Dim Sun (Fleisch/Shrimpsbällchen im Teigmantel), als Nachtisch Tamarinden.

Dann rollen wir weiter zum einen Ende der Partymeile am Fluss und höre etwas der dort spielenden Band zu.

Da aber angeblich am anderen Ende, am Altstadttor, mehr los sein soll, bewegen wir uns dahin.

Dort erleben wir dann den Countdown und sind 6h vor Westeuropa im neuen Jahr😁

Aus einem erneuten Besuch des Weinstandes und feiern bis in die Morgenstunden wird leider nichts, da kurz nach Mitternacht alle nach Hause strömen und die Stände abgebaut werden.

Tempeltour

Auf der Suche heute morgen nach einem Café werfen wir einen Blick in den German Biergarten, um zu sehen, wie es da innen drin aussieht. Wir stellen erstaunt fest, dass es brechend voll ist und die Leute beim Frühstück sitzen.

Damit ist die Suche beendet und wir studieren die sehr umfangreich Frühstückskarte. Selbst das Small Breakfast ist üppig und liebevoll hergerichtet. Shaun ist begeistert.

Dann kommen wir an einer Markthalle vorbei. Ich finde es immer sehr spannend zu sehen, was was da alles an Obst, Gemüse usw. angeboten wird.

Etwas später fällt uns ein aus goldgelben Stoffen aufgebautes Labyrinth am Wat Jetlin auf.

Im Labyrinth sind viele Fähnchen mit Wünschen und Sprüche aufgehängt, die die Besucher hier zurücklassen.

Aber die gesamte Anlage des Wat Jetlin ist toll:

Dort findet sich für Shaun auch eine Reisebegleiterin, die er gleich ins Herz schließt.

Wat Chedi Luan ist einer der wenigen Tempel, an dem wir Eintritt bezahlen müssen. Auch ist einer der kleinen Nebentempel für Frauen nicht zugänglich. Allerdings verpasst man dort auch nicht viel. Da ist der Haupttempel schon eindrucksvoller:

Auf dem Bild oben erkennt man gut die vielen kleinen quadratischen Blattgoldblättchen, die von den „Spendern“ nur leicht angedrückt werden und leicht bei einem Luftzug flattern.

Auch der alte, nicht mehr zugängliche, Tempel ist beeindruckend.

Hier gibt es auch eine Mini-Version (höchstens 10m lang) des liegenden Buddha vom Wat Po in Bangkok (46m lang).

Aber es gibt natürlich noch viele weitere schöne Tempel auf dem Gelände.

Das letzte Highlight der heutigen Tempeltour ist der Silbertempel Wat Sri Suphan. Dieser besteht aus Silber, Aluminium und Nickel. Auch hier ist Eintritt zu bezahlen und Frauen dürfen den Haupttempel nicht betreten. Als Ausgleich bekommen sie eine Art Schlüsselanhänger mit einer silbernen Abbildung des Tempels.

Dieser Tempel ist wirklich außergewöhnlich.

Auf dem Gelände wird auch Silberkunstherstellung demonstriert und fertige Objekte zum Kauf angeboten.