… sowie Bildhauerei und Holzschnitzerei an. Die größere Skulpturen aus Holz oder Stein sind meist Auftragsarbeiten für Privatpersonen. Außerdem bekommt der Betrieb auch Aufträge der Regierung für Restaurierungsarbeiten, bspw. in Angkor.
Neben dem Tonle Sao See sind auch Wasserreservoire, die bereits im 11.(!) Jahrhundert angelegt wurden, sehr wichtig für die Wasserversorgung der Stadt, der Landwirtschaft und natürlich für die Bewässerung der Reisfelder. Der Westliche Baray ist mit 16qkm das größte dieser Reservoire. Es liegt etwas nordwestlich von Siem Reap bzw. westlich der Stadtmauer von Angkor Thom.
Blick von der Staumauer auf das Reservoire Bewässerungskanal
An einer der Staumauern ist ein kleiner Markt, auf dem uns frittierte Raupen zum kosten angeboten werden. Mein Guide schlägt begeistert zu. Eine probiere ich auch – schmeckt weder besonders toll noch wirklich schlecht.
Raupensnack
Auf die dann noch angebotenen Heuschrecken verzichte ich. Das Kopfkino ist da nach der Raupe dann doch zu übermächtig 😁
Der Tonle-Sap-See, dessen Nordwestufer nur etwa 20km südlich von Siem Reap liegt, ist der größte See Südostasiens und (war?) einer der fischreichsten Seen der Welt. Von den ehemals 500 Arten in und um den See, existieren nach Überfischung und Jagt nur noch ca. 200. Am Ende der Regenzeit hat der See eine Ausdehnung von 250km Länge und 100km Breite. Am Ende der Trockenzeit hat er nur ca. ein Viertel der Fläche.
Blick auf den See
Am Rande des Sees und in den Kanälen gibt es ganze Dörfer aus Häusern gebaut auf Booten oder einfachen Tonnen.
Selbst eine Kirche, Tempel und Restaurants sind hier auf dem Wasser zu finden.
KircheLongtail Boot anstatt Roller 🙂
Laut meinem Guide besteht die Bevölkerung dieser „floating villages“ aus illegal eingewanderten Vietnamesen. Von Seiten der Regierung wird jedoch nichts unternommen, da der vor über 40 Jahren von den Vietnamesen, nach ihrem Abzug aus dem besetzten Kambodscha, eingesetzte Premierminister daran kein Interesse hat. Man hofft, dass sich das, wie viele andere Dinge auch, ändert, wenn dieser sein Amt endlich einmal abgibt.
Heute beginnt nach dem chinesischen Kalender, der hier parallel zu unserem Kalender verwendet wird, das neue Jahr – das Jahr des Hasen. Rund um dieses Datum wird da, je nach Region, bis zu einer Woche gefeiert, Familie und Freunde besucht usw. Also quasi wie bei uns die Zeit von Weihnachten bis Neujahr.
Fisch Amok ist ein One Pott Gericht, bei dem Fischfiletstücke in einer milden Kokosnusssauce zusammen mit diversen Gewürzen, Zwiebeln, Gemüse (in meinem Fall Bohnen) gedünstet wird. Das Ganze kann man mit Reis essen oder aber als Eintopf löffeln.
Reis optional 🙂
Auch bei diesem zweiten (National) Gericht fällt mir wieder auf, dass in der kambodschanischen / Khmer Küche wohl nicht sehr scharf, evtl. noch mit tollem Kampotpfeffer (Lok Lak gestern), gekocht wird.
Ta Prohm oder auch der „Tomb Raider Tempel“ genannt, ist eine weitere Tempelanlage in Angkor, die etwas später (Ende des 12. / Anfang 13. Jahrhundert) erbaut wurde.
Einer der Tomb Raider Film Spots
Im Bild unten sieht man deutlich, wie die schnellwachsenden Bäume solche Bauten zerstören können.
Rechts ist noch ein Teil des originalen überdachten Ganges zu sehen. In der Mitte und links dann die durch die Bäume zerstörten Mauern und Gewölbe.
Angkor Thom ist die 9qkm große, quadratische, mit einer jeweils 3km langen Mauer in jeder Himmelsrichtung umgebene Hauptstadt des Angkorreiches aus dem 13. Jahrhundert.
Eines der 4 Haupteingangstore Wer hat Futter für mich?
Zentral in der Mitte liegt der Tempel Bayon (Staatstempel), auch genannt „Smiling Faces“, da dort 54 Türme mit jeweils 4 Gesichtern an der Spitze zu finden sind.
Angkor Wat wurde als Staatstempel Anfang des 12. Jahrhunderts von König Suryavarman II., im Zusammenhang mit der Restaurierung der Tempelanlagen in Angkor, erbaut und diente der Verehrung Vishnus (hinduistische Gottheit).
Mönche aus Phnom Penh auf Besuch 🙂Panorama im Inneren
Angkor Wat ist nur EIN Tempel des Angkor Komplexes und liegt auch außerhalb der Stadtmauern von Angkor Thom (Tempelstadt).
Es gibt so ein paar Orte, die als tolle Filmkulissen dienten und die ich schon immer gern einmal live sehen wollte. Einige davon habe ich schon angeschaut: die Felsenstadt Petra in Jordanien („Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“) auf meiner Middle East Motorradtour 2009, Star Wars Drehorte in Tunesien (bspw. für Mos Espa und das Höhlendorf Matmata), Ha Long Bay in Vietnam (James Bond „Der Morgen stirbt Nie„) und heute eben der bspw. in „Lara Croft: Tomb Raider“ zu sehende Tempel Ta Prohm (nicht zu verwechseln mit Angkor Wat!) Ich freue mich schon total darauf 😃
Nach einem kurzen Flug von Saigon nach Siem Reap und der Berappung von 40 USD/EUR für ein Touristenvisa, bin ich im Angkor Holiday Hotel, das nur 5km Luftlinie südlich von Angkor Wat im Stadtzentrum liegt, angekommen.
Auf der 15 minütigen Fahrt vom Flughafen zum Hotel unterhalte ich mich mit dem Guide, der mich mit einem Fahrer abgeholt hat, über die Währung Riel und die Preise, weil mir der Benzinpreis von weniger als 1 USD pro Liter aufgefallen ist. Er meint, für die einheimischen einfachen Leute wäre das sehr teuer. Vlt. auch aus diesem Grund sieht man auch hier wieder viele Roller auf den Straßen.
Nach einen kurzen Check des Hotelpools, erkunde ich abends die nähere Umgebung des Hotel. Ein Wagen mit street food hat es mir gleich angetan und ich probiere Hühnchenspieße. Aber Reinfall – keine Ahnung aus welchem Teil des Huhns die Dinger sind – sie sind irgendwie seltsam knorpelig und schmecken nicht wirklich gut. Aber für 6000 Riel (1,35 Euro) eine verschmerzbare Erfahrung.
Im Nobelrestaurant 100m weiter sind die Preise dann der Einfachheit halber gleich in USD angegeben.
Ich nehme das kambodschanische Nationalgericht Loc Lac und einen Mango Juice. Mit 15 USD ist das Essen für westliche Touristen und Geschäftsleute, die ich hier sitzen sehe, trotzdem nicht besonders teuer.