Möckmühl, Bad Friedrichshall

Weiter geht es (noch) bei bestem Wetter die Jagst entlang, …

… bei Widdern unter der beeindruckenden Jagstbrücke (A81) hindurch (wie sie in die Landschaft passt sei mal dahingestellt), …

… quer durch die Altstadt von Möckmühl (mit Eisdielen-Stopp 😁), noch Gewitterregen auf die letzten 5 Kilometer abgefasst, wohlbehalten in Bad Friedrichshall im Hotel eingecheckt, kurz aufgewärmt, im naheliegenden Restaurant (‚Schöne Aussicht „Neckarblick“‚) eine super leckere Pinsa einverleibt – ein perfekter Radlertag 😜

Kloster Schöntal

Nach einem ganz ordentlichem Frühstück geht es auf die letzte Etappe der Jagst flussabwärts bis Bad Friedrichshall. Der 92km lange Abschnitt ist sehr schön, führt oft nahe an der Jagst entlang und hat mit Schöntal ein echtes Schmuckstück von Dörfchen zu bieten. Da ist zum einen das Kloster Schöntal, die ehemalige Zisterzienserabtei mit schönem Klosterhof und einer kunstvollen Barockkirche

und die schönste Naturbadestelle an der Jagst, die ich kenne.

Diese ist jetzt Mitte Mai auch noch gar nicht überlaufen, wofür sicher auch die aktuelle Wassertemperatur mit verantwortlich ist. Aber das hält mich natürlich nicht von einer kurzen Erfrischung ab.

Langenburg

Das Ende der heutigen Etappe liegt im schönen Städtchen Langenburg, hoch über dem Jagstufer. Auf den letzten 1000 Metern der heutigen 88km Strecke werden Motor und Akku noch einmal richtig gefordert.

Blick von Langenburg ins Jagsttal:

Jagstursprung

Auf geht’s zum Teil 2 der Radtour: Nach der Erkundung des Kocher flussaufwärts steht jetzt der Wechsel zum Nachbarfluss an – der Jagst. Start ist der Jagstursprung bei Walxheim. Auch dieses sehr schöne Fleckchen hat seinen eigenen Reiz:

Der erste Abschnitt des Radweges ist nicht ganz so gut und klar beschildert, wie beim Kocher oder des Neckar, aber das Handynavi kann da ganz gut aushelfen.

Weißer Kocher

Der erste Anlaufpunkt für heute, Sonntag 12.5.2024, ist der Ursprung des Weißen Kocher, der Dritte der Kocher-Flüsse, die dann in Unterkochen zusammenfließen und letztendlich den Fluss Kocher bilden. Nach Roter Kocher (Ölweiher) und Schwarzer Kocher (eine Quelle) hat dieser auch wieder seinen ganz eigenen Charme.

In einem mehrere hundert Meter umfassenden Gebiet treten viele kleine Bächlein aus dem Gestein und bilden den Weißen Kocher.

Königsbronn

Nur 4km weiter liegt Königsbronn – das heutige Etappenziel und Wohnort eines guten Freundes. Noch ein Blick vom Frauenstein über Königsbronn…

…und ein Kurzer Stopp an der Quelle der Pfeffer, …

… bevor der verdiente Grillabend startet🙂

Interessant noch zur Fließrichtung der Flüsse: auf den 4km von Oberkochen nach Königsbronn haben wir die Wasserscheide zwischen den Flusssystemen Rhein und Donau überquert. Während der Kocher nach Nordwesten über Neckar und Rhein in die Nordsee fließt, zieht es die Pfeffer über Brenz und Donau Richtung Südosten in das Schwarze Meer.

Oberkochen

In Oberkochen, bekannt durch die Zeiss-Werke, entspringt u.a. der Rote Kocher im sogenannten Ölweiher. Dieser liegt allerdings auf einem Privatgelände und so muss ich mich mit einem Foto über den Zaun zufrieden geben:

Der Rote Kocher ist nur 150m lang und mündet in den Schwarzen Kocher. Zusammenfluss von Rotem und Schwarzen Kocher:

Am Ortsrand entspringt der größte der drei Kocher-Flüsse – der Schwarze Kocher. Dieser sogenannte Kocherursprung ist ein wirklich sehr schönes Fleckchen und ein super Rastplatz.

Schwierig auf dem Foto darzustellen – der Fluss tritt praktisch direkt aus dem Felsen hervor:

Etwas besser sieht man es auf dem Foto des Kocherursprung bei Wikipedia.

Schwäbisch Hall

Das Zentrum von Schwäbisch Hall und die Parkanlagen, durch die der Kochtal-Radweg führt, sind wirklich sehr schön.

Der weitere Verlauf des Radwegs führt unerwartet auch durch recht hügeliges Gelände, so dass man wieder um die Reichweite des Akkus bangen muss. Dieser hat mich nämlich auf den letzten Kilometern gestern Abend kurz vor SHA im Stich gelassen. Der heutige Abschnitt (ca. 80km) wird nicht ganz so lang wie der gestrige (94km), aber wir werden sehen🙂